diewoelfe am 14. Dezember 11
Es ist SEHR traurig...
Etwas sehr trauriges ist geschehen. Es hat uns sehr schockiert soetwas zu sehen...wir haben es kaum glaube können, dass so etwas in diesem Land auch geschieht...in diesem Land mit vielen, grünen und lebendigen Wiesen. Man möchte doch meinen, dass dieses Land so ziemlich perfekt ist für ... Schafe...aber NEIN! Weit gefehlt. Wir haben entdecken müssen, dass die Schafe auch hier gravierende Probleme zu haben scheinen. Als wir auf dem Weg waren, die Delphine, welche schon mit großer Liebe zum Detail beschrieben wurden, anzusehen, sahen wir es...ein Schaf...es stand auf einem Absatz am Hang und der Absatz war ungefähr so groß wie das Schaf selbst. Es hatte sich augenscheinlich selbst auf diesem mörderischen Absatz positioniert und...nun, dies braucht ja nicht weiter erleutert werden...dieses Schaf wollte eindeutig Selbstmord begehen!!!!!
Wie grausam muss das Leben dieses Schafes bloß sein? Dass es nur noch diesen Ausweg sieht?
Bald darauf bekamen wir auch die Antwort auf diese Frage. Und zwar als wir eine Wanderung über die Wiesen unternahmen und den ANDEREN Schafen begeneten...
Da waren diese zwei Schafe und sie liefen die ganze Zeit immer gelangweilt vor uns her. Aber als wir dann um eine Kurve kamen, standen sie da auf dem Weg und wir kamen näher und sie...begannen resolut auf uns zuzuschreiten. Diese zwei Schafe kamen direkt auf uns zu und erst im letzten Moment verließen sie den Weg um uns Platz zu machen. Sie legten es offensichtlich auf eine Konfrontation an! Ich denke, dass es sicherlich die anderen Schafe waren, die unser Soizid-Schaf soweit getrieben haben.
Also, hier ist doch etwas faul...das ist wirklich sehr traurig...wenn es in einem Land, das beinahe nur aus Weiden mit Schafen besteht, auf eben diesen so zugeht.
Kamo
diewoelfe am 14. Dezember 11
Enyas Berufung
SPAM SPAM SPAM.... ihr habt es so gewollt, ich spamme den blog voll! :P
Ich habe nämlich meine Berufung gefunden. Ich will Schafflüsterer werden. Kamo ist allerdings der Meinung, dass ich eher Schafbrüllerin werde...
Es macht aber auch echt Spaß, wenn die dummen Viecher mitten auf dem Wanderweg stehen, mampfen und nicht fliehen (das sind kleinen schwache Fluchttiere! Das ist ihre Aufgabe). Dann kann man denen was erzählen und die gucken einen blöd an und hören auf zu kauen... sehr witzig. Und da stört es mich auch nicht, dass Kamo immer sagt: "...du hast dich vor einem Schaf blamiert...!"
diewoelfe am 13. Dezember 11
Witz zur Weihnachtszeit
Unterhalten sich zwei Blondienen ueber Heiligabend.
Blondine 1: "Weißt du auf welchen Tag Heiligabend faellt?"
Blondiene 2:" Auf einen Freitag."
Blondine 1: "Ich hoffe, dass ist kein 13ter...."
XDDDD
wehe, ihr habt nicht zumindest geschmunzelt!!
eure mewa^.^
diewoelfe am 13. Dezember 11
Weihnachtsmarkt!!
Schoen, dass wir am dritten Advent alle Zeit hatten, um dem Weihnachtsmarkt zu besuchen ^o^/
Ich liebe Weihnachtsmaerkte!!! X3
Sie sind so bunt, geschmueckt und natuerlich weihnachtlich!!!! <3
Klar muss man bedenken, dass es dort kalt ist und man sich warm anziehen muss und dass es voll sein wird.
Aber wir haben es supi geschafft und uns kein einizegs Mal verloren!! *yey*
Unsere Mimizuki hat sogar eine total sueße Winterjacke erhandelt!! *-*
Und ich bekomme eine vlt (HOFFENTLICH!!!! ich will sie!!) zu Weihnachten^////^
Es gibt dort dieses Jahr ein paar neue Staende und die neuen Staende vom letzten Jahr waren nicht mehr dabei. So schnell kann man dort also mit seinem Stand rausfliegen...-.-
Die dieses Jahr waren aber auch wirklich besser!! (wer sich nicht erinnert, glaubt mir!! XD)
Ich persoenlich habe mich ueber diesen Ausflug gefreut und ich hoffe, ihr habt nicht all zu doll gefroren... mir war warm...
Weihnachtliche Grueße,
mewa
______
Tut mir Leid, Chloro, aber dieser Beitrag musste sein.. Ich habe mich sooo darauf gefreut ihn zu schreiben.
diewoelfe am 12. Dezember 11
WEIHNACHTEN?!
Ich brauche Hilfe von meinem Rudel!
Also erstens: Von dem Rudelteil, das im Chor singt, will ich gern wissen, wie das Lied heißt, welches Frau Günther uns erst als Megakanon singen lassen wollte, zuletzt aber nur unser liebes Entleini und Jasmin gesungen haben. Das war doch ein schwedisches Lied, gell?
Zweitens: Gibt mir Tipps für Weihnachtslieder! Ich finde keine schönen Weihnachtslieder mehr! Nur diese nervigen Mariah Carey- Versionen... BÄH! Ich will schöne Lieder! Mir fiel unser "jul, jul, stralande jul" wieder ein, also irgendwas in der Richtung...
Drittens: Weihnachtsfilme! Ich brauch mehr Weihnachten hier, also Filmtipps, die mit Weihnachten in Verbindung stehen, wären klasse!
Viele vorweihnachtliche Grüßle vom belgischen Auslandswolf
WUUUHUUUHWUH (ihr wisst schon...)!
diewoelfe am 12. Dezember 11
... und die machen lusitg "Pffffhhttt..." wenn die hochkommen und Luft holen! :)
Moin, moin…
Hier ein wesentlich netterer Beitrag aus dem Land der Minidelfine. Denn die haben wir heute Morgen angeguckt… und angeschnorchelt und wirklich…. Die sind soooo süß!!! Die sehen ein bisschen aus wie Babyflipper... irgendwie, als wären sie zu kurz. Als hätte jemand in der Mitte ein Stück rausgeschnitten und sie wieder zusammengesetzt. Also zumindest bei dem Modell Delfin, das mir immer in den Kopf kommt, wenn ich denke: „Delfin!“ Und die Schnauze ist ein bisschen kurz und das macht die Viecher echt irre putzig! Jeder der interessiert ist, kann ja mal Hector‘s Dolphin googlen. Einfach süß und schnuckelig!
Naja, also diese netten, putzigen, schnuckeligen Gefährten haben wir heute Morgen angeschaut (und wirklich, man kommt sich dabei irgendwie vor, wie der letzte Touristendepp, wenn man mit einem Boot rausfährt, um Delfine anzugucken). Eigentlich hatten wir ja schon seit einer ganzen Weile vor das zu machen, seit wir hier angekommen sind. Selbst in Kaikoura hat mich das schon interessiert, Kaikoura ist auch quasi berühmt dafür, aber wir haben uns dann doch dagegen entschieden. 165 Dollar für einmal mit Delfinen schwimmen, das kam uns ein bisschen viel vor. Wie schön war es deshalb, als man hier sah: Es kostet nur 100 Dollar… und als ein netter Typ, der hier arbeitet und dessen Name ich bis heute nicht richtig kann oder weiß wie man ihn schreibt, uns dann erzählte, dass wir als „Mitarbeiter“ wohl 50% Rabatt kriegen war klar: Die Chance darf man sich nicht entgehen lassen! Zwar mussten wir in der ersten (sonnigeren, wärmeren) Woche, wegen verschiedener anderer Sachen sein Angebot „Heute sind noch Plätze frei!“ zweimal ablehnen, aber nach der ganz kalten, regnerischen Phase wurde es ja wieder besser. (Zumindest ein bisschen, im Moment regnet es freundlicherweise wieder.)
Heute morgen hieß es dann erstmal: um 7 Uhr aufstehen… -.- ich habe keine Ahnung, warum die das so früh machen und nicht zu menschlicheren Zeiten, aber um 7:45 Uhr treffen sich die Teilnehmer dann um gemeinsam Neoprenanzüge anzuprobieren. Eine lustige Sache, vor allem weil der Neoprenanzuganprobierraum hinter einer Tür ist, mit dem Text: „Beware of the bull!“ :D Na Chloro, kommt die der Text bekannt vor?! ;-) Nach dieser Fashionshow, als jeder ein angenehm zu tragendes, noch feuchtes Modell und ein paar wunderbare Paddelfüße an hatte, ging es dann los. Auf der Ladefläche eines Autos unseren geliebten Berg runter. Unsere Gruppe bestand aus fünf Personen, die drei anderen etwas älter als wir, was uns vor irgendwelchen dummen Partymenschen beschützte, also alles sehr nett und zu dem Zeitpunkt auch noch warm!
Auf, mit dem Schuhen durch das kalte Wasser – die waren dann auch nass und es war vorbei mit den warmen Füßen – in ein Gummiboot (eins von der größeren Sorte mit ordentlich Motor dran :D) und Richtung Delfin. Anscheinend waren die heute schwieriger zu finden, als sonst, aber Delfine sind ja bekanntlich verspielt und neugierig… sie kamen. Erst nur drei und dann immer mehr und sprangen und schwammen lustig um unser Boot. Es wurden dann noch ein paar mehr und wir fanden ein nettes Plätzchen, es bekam jeder einen Schnorchel und durfte seine Paddelfüße anziehen, ins Wasser springen und sich die Delfine vom Nahen angucken. Dazu muss man sagen, die ersten Sekunden verharrte man sowieso in sowas, wie einer Schockstarre, weil das Wasser angenehme 12°C hatte. Aber nach einer Eingewöhnungsphase wurde es vielleicht nicht angenehm aber erträglich und die Suche nach den Delfinen im Wasser ging los… Vom Boot aus bekam man auf Englisch in seine vom Wasser dumpfen Ohren immer zugebrüllt, wo gerade die Delfine schwammen, aber im allgemeinen sind die eh verspielt und kommen gerne und gucken die ungelenken Menschen im Wasser an :D Das finden die wahrscheinlich lustig, wenn die da recht hilflos rumpaddeln.
Kamo hatte wohl etwas Probleme mit ihrer Taucherbrille, weil die zu breit für ihr Gesicht war (oder ihr Gesicht zu schmal für diese Brille – je nach dem) und immer Wasser reinlief. Aber sie bekam dann eine Neue und es wurde besser! Und an jeden, der die Chance dazu hat, sowas zu machen, kann ich nur sagen: Nutzt sie! Das ist echt cool!! Es kommt einem unwirklich vor und wenn man da ist, kann man irgendwie nicht richtig begreifen, dass das da unter einem, keinen Meter oder so weg, wirklich richtige Delfine sind, die teilweise auch noch auf der Seite schwimmen und dich aus einem Auge neugierig angucken! Nur: Nach zehn Minuten (vielleicht sogar ein bisschen länger) ist man dann auch echt durchgefroren und will nur noch ins Warme, vor allem weil der Wind immer stärker wurde. Leider hat man ja noch seine nassen Sachen an und selbst wenn man eine Regenjacke gegen den Wind drüber zieht, so richtig warm wird einem auf diesem Boot danach nicht mehr! Also erstmal in den Windschutz der Felsen, Müsliriegel und Tee verspeisen, Wollmütze aufsetzen und dann sind wir noch eine Runde Delfine-vom-Boot-aus-angucken gefahren.
Und anscheinend hatten wir Glück, denn die hatten heute Spaß dran bestimmt 10 Minuten in unserer Bugwelle zu schwimmen und Faxen zu machen, erst drei und am Ende sogar fünf Stück! Die machen dann Loopings oder schwimmen mit dem Bauch nach oben oder auf der Seite und springen lustig in die Luft. Die sind soooo süß!! Ich glaube, ich klaue einen und nehm den mit zurück nach Deutschland :) dann könnt ihr den auch angucken!
Nachdem wir also endgültig im Boot festgefroren waren, hüpften wir zurück zum Anleger und an Land (fahrt mal mit einem kleinen Motorboot gegen die Wellen an – das ist besser als Trampolin, vor allem wenn du auf einem „Gummischlauch“ – also auf dem Rand - sitzt). Zurück ins Auto, zum Hostel, eklignassen Gummianzug aus und gaaaaanz lange und heiß duschen!! :) Danach spürt man seine Füße auch wieder! Aber das war es Wert, definitiv! Die sie soooooo süß!!! :D
diewoelfe am 12. Dezember 11
Ihihihihih!
Ihihihihihih
ihihihihihihihihihih
ihihihih
ihihihihihihihihih!
Ich habe es gehört! Ich habe es tatsächlich und echt gehört. Tiere machen dieses Geräusch tatsächlich! Jawohl! Wir sind heute auf den Pfaden Lopakas gewandelt oder eher geschnorchelt und ja...mehr schreibe ich jetzt nicht, denn dann klaue ich wieder allles Schreibmaterial.
:P
Kamo
diewoelfe am 11. Dezember 11
Aus dem Leben einer Teilzeitinvaliden
Tag 7 nach dem Beinbruch und Tag 5 des Gips
Nach einer sehr kurzen Nacht hab ich heute morgen gegen 6 entschieden, dass vielleicht ein positiv gestimmter Film mir helfen könnte, nachdem ich zusätzlich zu Schmerzen im Bein auch noch Albträume hatte. Gute Idee denkt man sich, also hab ich das auch gemacht. „(500) Days of Summer“ durfte meine schlechte Laune richten. Natürlich hat er es auch getan, denn nicht umsonst ist es mein Lieblingsfilm. Nebenbei hab ich auch noch schön an meiner Mütze weitergestrickt. Am Ende des Films war ich dann auch schon ziemlich weit. Leider wollte sich mein Bein nicht meiner Laune anpassen und ich sah als einzige Möglichkeit eine Tablette zu nehmen... :( Ich hasse Tabletten so...
Um etwa viertel vor 8 entschloss ich mich dann mal erst ins Bad und danach in die Küche zu hüpfen, weil ich einen dringenden Bedarf nach diesen beiden Räumen hatte (sprich: Toilette und Hunger haben gesiegt). In der Küche hab ich dann bemerkt, dass die Zeit gar nicht so unchristlich ist, wie sie mir vorkam, als ich da so in meinem Zimmer, in der komplett stillen Wohnung hockte. Ich mein, Anfang des Jahres bin ich beinahe jeden Tag zu dem Zeitpunkt auf dem Weg in eine gewisse Einrichtung gewesen. Ich war trotzdem milde erstaunt, wie viele Menschen schon beim Bäcker anstanden [wir können genau in den Laden schauen – wir wohnen ja auch im Zentrum von Betekom und nicht irgendwo! ;D].
Nach meiner Rückkehr in mein warmes Bett beschloss ich dann, dass ein weiterer Film her muss, schließlich war die Mütze noch nicht fertig!
„The Private Lives of Pippa Lee“ durfte dann in die Megafußstapfen von „(500) Days of Summer“ treten. Der Film war nett, aber nicht umwerfend. Genau das Richtige, wenn man etwas fertigstricken möchte :) Außerdem hatte er eine leicht einschläfernde Wirkung, sodass ich wieder müde war, obwohl draußen nun die Sonne aufgegangen war und in mein Zimmer schien. Leider war die Mütze aber noch nicht fertig und ich hab eine Runde einen Mix aus Jamie Cullum, Dispatch und Kate Nash angemacht (Danke nochmal an die Person, die mir Dispatch aufgedrückt hat - ich hör sie jetzt ganz gern :)). Dann endlich hatte die Mütze einen Zipfel und ich konnte mich irgendwie hinlegen und ein wenig Schlaf nachholen – wem interessiert es schon, dass es inzwischen etwa 10 war? Mich nicht!
Als ich dann wach wurde, war vor meiner Tür Hochbetrieb. Es wurde geputzt (wobei ich nicht helfen konnte - *oooooohhhhhh*), gewaschen (meine Hilfe war auch hierbei unmöglich *oooohhhhh*) und unser Wlan wurde mal wieder überprüft. Leider ist dieser ausgezogen und ich darf jetzt mit nur Lan leben... Ich mag ihn nicht so gern, weil er so umständlich ist, aber Mitbewohner sind immer etwas kompliziert und Wlan musste wegen irgendetwas im Büro umziehen. Kann man nicht machen, gell?
Danach wurde eine Simpsonsfolge gesehen und dann endlich bin ich wieder in die Badewanne gerutscht! Wie schön es ist, wenn man frisch riecht und keine fettigen Haare mehr hat! Ich liebe dieses Gefühl und hab es noch nie so geschätzt wie gerade jetzt.
Nun sitz ich wieder in meinem Bett, hab meinen Gips geöffnet, weil meine Fußzehen (ja hier ist noch ein Chloro-Wort! ;)) etwas blau waren - aber kein Grund zur Sorge! Das heilt alles! [Wehe in den Kommentaren erzählt mir jemand was anderes! Ich brauche meinen Optimismus!] - und ich hör während ich schreibe wieder Jamie zu, wie er vor sich hin singt und Musik macht und erfreu mich tierisch daran.
Mein ganzes Weihnachtsgefühl ist dahin, um ehrlich zu sein. Nichtmal meine schäbige Lichterkette bringt etwas Weihnachtsstimmung auf und mein Adventskalender hängt tapfer an der Wand und beschenkt mich jeden Tag mit etwas Neues aus der Welt der Kosmetik und des Wellness. Hilft leider auch nicht und um Enya mal zu bestätigen, es macht nicht echt Spaß jeden Tag die E-Mails zu öffnen, nach einer langen Tortur bis man mal wieder Lan erreicht hat, und dann zu lesen, wie andere zum Weihnachtsmarkt gehen... Wisst ihr noch, was ich erzählt habe? Ich wolle dieses Wochenende nach Leuven am Samstag, nach Brügge am Sonntag und nächstes Wochenende nach Aachen und nach Liege... Ich hatte so viele Weihnachtsmärkte geplant und nun darf ich mich um die Farbe meiner Fußzehen Sorgen... So viel Pech muss mal mal gehabt haben im Leben.
Btw: Mein gehabt Sprachfehler ist mir bei mir noch nie aufgefallen, aber letztens bei Matthias! Mein Gott ist das dämlich nach einem vollständigen Perfekt noch ein Partizip dranzuhängen! Naja es gehört halt zu mir...
So Enya, vergleich das mit deinem Tag! Ist es interessanter? Ich glaub ehrlich gesagt nicht! Mein Tag ist ziemlich langweilig und vom vielen Sitzen tut mir inzwischen der Rücken weh! Also wag es nicht dich zu beschweren! ;)
Achja noch ein mehr oder weniger Abrater: Wenn euch jemand erzählen sollte „Requiem for a Dream“ sei doch so ein großartiger Film, den man gesehen haben sollte, dann glaubt der Person nicht! Der Film hat mich schlimmer mitgenommen als Black Swan. Hat bestimmt auch daran gelegen, dass ich insgesamt an dem Tag nicht so super drauf war, aber ich glaube für diesen Film gibt es keine passende Stimmung. Der zieht einfach nur tierisch runter... :( Ich war so geschockt danach und so traurig und in mich gekehrt, was ich in dem Ausmaß echt lang nicht mehr gemerkt hatte... Er ist gut gemacht und die Schauspieler machen das auch sehr gut [ich hab nun ein Faible für Jared Leto und die weibliche Hauptrolle (ich glaub sie hieß Jennifer Conolly, nur weiß ich nicht wie man den Nachnamen schreibt oder ob der Vorname richtig ist und da Wlan nicht mehr da ist, verzeiht mir bitte, immerhin ist es morgens.... und … und mein Bein...)], aber der gesamte Film ist wie eine Spirale, eben ähnlich zu Black Swan (gleicher Regisseur, also was erwartet man?!), aber es geht um Drogen und man wird nicht durch Unterbrechungen wie die Tanzszenen oder etwas mehr tiefe in die Geschichte bringende Szenen von der Krankheit der Personen abgelenkt. Es wird die ganze Zeit draufgehalten, was es schmerzhaft werden lässt. Insgesamt hat Black Swan für mich mehr Storyline und die interessantere Storyline (könnte auch daran liegen, dass ich inzwischen eine Liebe zu Baletttanz entwickelt habe, die einfach nur darauf beruht, dass ich es mir sehr gern ansehe...). Ergo: Film ist nur für sehr starke Nerven (imo)!
Danach hab ich dann „The Tale of Desperaux“ gesehen. Ein Trickfilm. Ich dachte mir halt, dass das Ding mich aufheitert, aber er hat es nicht geschafft und auch deshalb rate ich es eher ab. Irgendwie war er ein wenig langweilig... Naja kann ja nicht immer was super tolles kommen.
Nachtrag: Ich hab es gestern nicht geschafft den Eintrag reinzustellen, also kommt nun ein Nachtrag zum Thema Weihnachten: Ich hab endlich angefangen Karten zu basteln und wir haben jetzt überall in unserer Wohnung Lichterkette, sogar im Bad! Sieht nun etwas gemütlicher aus :) Wird also alles :) Und zu Mimi: Wenn du doch Lust hättest mich abzuholen wäre das auch nett :) Dann könnten wir wenigstens einige Sachen in Leuven anschauen oder so. Ich hab auch gehört, dass da nun ein Weihnachtsmarkt sein soll ;)
diewoelfe am 10. Dezember 11
UNSERE VORZÜGLICHE MENSCHENKENNTNIS
So, Kamo bringt hiermit die kurzen Blogeinträge zurück. Freut euch, ihr Wölflein.
Enya hat euch ja bereits geschildert, von welchem Schlag unsere Landsmänner, die wir hier am anderen Ende der Welt trafen, waren. Sie waren genau die, vor denen wir geflohen sind...
Aber zum Glück ist nicht jeder Deutsche, der auf die Idee kam, Neuseeland zu bereisen, so.
Wir haben hier auch einen Typen getroffen, der mehr so ist wie wir. Ich gebe euch ein Beispiel: Regnerischer Tag...die waren kiffen, wisst ihr ja schon, wir waren lesen oder in meinem Fall das Gegenteil, schreiben und er hat...tadaa: gezeichnet.
Also, man sieht, passt eher.
Naja und heute hat er dann morgens, als wir die Küche geputzt haben, mit seinem PC Musik angemacht. Die war auch ganz nett anzuhören. War was aus dem Soundtrack von Juno dabei.
Auf jeden Fall meinte ich irgendwann zu Enya: "Hey, das klingt vom Stil her so ähnlich wie Sulfjan Stevens, oder?"
Dann sind wir die Outdoor-Küche putzen gegangen, wobei wir zwei weitere nette Deutsche trafen. Mit einem davon hatte ich noch früher morgens mal wieder dieses typische Erlebnis, was wir ständig wieder durchmachen. Er kam zu mir und meinte: "Do you know where sere are se toilets?"
Und ich sagte darauf hin: "Ja, die sind da oben. Your`re German, right?" Und er sagte:"Ja." Passiert hier ständig. :D
Egal, zurück zu dem anderen. Später bin ich nochmal in die Küche gegangen und ratet mal, was da lief...
SULFJAN STEVENS! (richtig geschrieben, btw?)
Da habe ich ihm gesagt, dass wir seinen Musikgeschmack durchschaut haben.
Sind wir nicht gut? XD
Ich finde schon.
Nat, nat.
diewoelfe am 09. Dezember 11
Isolation is not good for me (us)...
Hier kommt er: aus dem sonnigen, warmen Neuseelandsommer, der Beitrag, auf den ihr alle gewartet habt, aus einem wunderschönen hostel mitten in einem wunderschönen neuseeländischen ort… oder so ähnlich…. Ja, oder auch nicht! -.-
Wie schon erwähnt: wir wohnen in einer blechhütte, schön bunt und auch ganz lustig anzuschauen, aber definitiv NICHT WINDDICHT!! Und KALT!! Und die begeisterung im ach so sonnigen neuseeland hält sich deutlich in grenzen, wenn es nachts 6 grad, regen und sturm gibt. Aber von anfang:
Als wir hier ankamen, war die welt noch mehr oder weniger in ordnung. Es war sonnig, warm und wir hatten eine wage ahnung, dass unser hostel knappe 7km vom ort weg liegt. Aber akaroa hatte eine bibliothek mit freiem internet und sogar einen kleinen, wenn auch völlig überteuerten, supermarkt. Jemand, also unser neuer quasi-arbeitgeber, sollte uns abholen und zum hostel fahren. Hier im „hostel“ würden wir so drei stunden am tag arbeiten, putzen und betten machen, gegen eine unterkunft und freie wäsche. Zu dem zeitpunkt hofften wir auch noch, dass wir vielleicht auch freies internet bekommen würden. Unsere arbeitgeberin holte uns ab, war nett und man konnte sie – oh wunder – sogar ganz gut verstehen, dabei ist sie britin.
Wir fuhren also hoch… HOCH, der erste fehler! Wir dachten, 7km kann man ja zur not mal laufen, aber lauf mal 7km steil einen berg hoch… nicht mehr so geil… -.-! dann kam die quatierbesichtigung. Wir leben in einer BLECHHÜTTE… der wind pfeift durch die ritzen in der einen wand rein und durch die in der anderen wieder raus, unter der wand kann man durchgucken und den rasen draußen bewundern und die tür kriegt man nur mit roher gewalt irgendwie zu (und wenn ich das sage, dann heißt das schon was :P). das ganze liegt auf einem sehr grünen und sehr steilen hang…. Zum duschen und für die küchen rennt man den hang runter, für die klos und das waschbecken fast díe doppelte strecke hoch…. Was im allgemeinen bedeutet: du rennst den ganzen tag einen berg hoch und runter… unser job hier ist, wie schon gesagt: putzen! Zwei küchen, drei klos, zwei duschen… alle in süßen, kleinen, einzelnen, kalten, windigen, dreckigen gebäuden/hütten/gebilden. Mit viel platz und vor allem viel hang dazwischen… und wenn du das klopapier vergessen hast, wenn du gerade das klo putzt, dann läufst du den ganzen beschissenen hang wieder runter, bis zur küche holst das klopapier und erklimmst die steigung erneut… na gut, die ersten tage, war das ja noch okay. Es war halt steil, es war halt kalt in der nacht, es war halt langweilig. Denn bis auf den berg hoch und runter laufen, kann man hier nicht wirklich viel machen und auf einmal sind drei stunden arbeit am tag doch nicht mehr so wirklich viel… zusätzlich hatte wir eine invasion der deutschen. Auf der „campside“, die wir ja sauber machen sollen, befand sich ein französisches pärchen, die hier auch arbeiten, so wie wir, und eine große menge deutscher idioten. Die waren absolut unfähig ihren eigenen abwasch zu machen oder den herd abzuwischen, nachdem sie gekocht haben oder ähnlich simple sachen. Jeden morgen hatten wir also die liebliche aufgabe ihren dreck wegzuräumen -.- außerdem gibt es diesen schlag von menschen, mit denen man einfach nicht klar kommt und definitiv: die gehörten dazu! Was würdet ihr machen, wenn es ein kalter und regnerischer tag ist? Lesen? Serien gucken? Schokolade essen? Oder eher kiffen? Ja, sie waren der meinung letzteres ist das einzige, was man machen kann, um so einen tag rumzukriegen.
Ja, und wo wir gerade bei den regnerischen tagen sind… sie kamen. Mit höchsttemperaturen von 9°C am tag, gefühlten 10 windstärken und einer großen menge garstigen regens. Könnt ihr euch vorstellen, wie wunderschön und nett einem dann eine blechhütte als heim vorkommt? Wenn alles nass und kalt und windig, selbst drinnen in der hütte, ist? Oh ja, wir hatten unseren spaß! Obwohl ich ja normalerweise nur in kurzer hose und tshirt und mit einer sommerdecke schlafen, habe ich mir hier zusätzlich zu tshirt, langer hose, socken, pulli und schal noch ein decken-schlafsack-system gebaut, damit es nicht unter die decke zieht. Direkt über meinem kopf ist, wenn ich schlafe, eine der besagten spalten, durch die dann die ganze nacht munter der wind pfiff. Und konnte man vorher den tag lang noch den berg hoch und runter laufen, jetzt wurde beschäftigung wirklich rah! Ach, hatte ich erwähnt, dass wir keine elektrizität in unserer hütte haben? Kein licht, nur nette kleine teelichter, die ab einer gewissen unmenschlichen temperatur übrigens nicht mehr richtig brennen -.- eine lampe, die uns dann doch freundlicherweise spendiert wurde, gab nach dem ersten abend den geist auf, die hatte auch keine lust, da weiter zu wohnen. Wir lernten in diesen wunderschönen tagen die gemütlichkeit eines kaminfeuers zu schätzen, das im haupthaus brannte. Denn, oh ja, es gibt hier ein befestigtes haus und zimmer darin! Nur, wir haben nicht das glück da zu wohnen… wir verbrachten also die tage mit musik hören, lesen, telefonieren und den regen anstarren und zum glück wurde es auch wieder besser.
Heute haben wir bestimmt fast 18 grad und der wind ist wenigstgens nicht mehr so beißend kalt – ist das nicht schön?? :) die beschissenen deutschen sind gestern ENDLICH abgereist und heute war putzen nur noch halb so viel arbeit und wir haben uns eingelebt! Nach einer woche… in knapp einer woche sind wir hier wieder weg… tja. Abends gibt es hier inzwischen ein gemeinsames „dinner“ wo wir zu neunt oder so zusammen, mit allen die hier leben oder arbeiten, essen und man ist sich auch so vertraut, das man richtig miteinander redet. Da das ein paar neuseeeländer, ne menge briten und zwei franzosen sind, reden wir auch wirklich englisch. So viel, dass wir teilweise dazu übergegangen sind untereinander auch englisch zu reden. Einfach nur, weil es ätzend ist, die ganze zeit die sprache zu wechseln… irgendwie halt echt verwirrend!
Einkaufen und internet ist immer noch ätzend, weil es schwierig ist jemanden zu finden, der einen mit mit nach unten, in den ort, nimmt. Aber wenigstens gibt es zurück – den berg hoch – an den meisten tagen einen bus, der wanderer hier hochbringen soll, uns aber auch mitnimmt, wenn er platz hat.
Leider gibt es keine Chance vor 12 uhr hier wegzukommen, vorher müssen wir halt putzen. Und dann noch ein auto finden oder laufen… dann sind wir so um eins oder halb zwei unten…. Echt ein bisschen spät zum skypen :/
Demnächst gibt es vielleicht einen fröhlicheren beitrag über die momentanen, sehr netten menschen hier. Aber um sowas zu schreiben bin ich irgendwie gerade in der falschen stimmung und das hier ist jetzt schon lang genug und ich habe keine lust mehr :P soviel also erstmal von euren ausgeflogenen wölfen… schöne grüße aus dem neuseeländischen „sommer“
Der omegawolf
P.S.: An we really have a lemon tree! o.O steht neben dem hostel... :D
diewoelfe am 08. Dezember 11
Filmchen
So weil Kamo meinte ich soll schreiben welche Filme ich so empfeheln kann:
Ich hab heute nichts zu Tun gehabt (Haha- wie sollte ich auch mit einem GIPS???!) und hab einfach mal den ganzen Tag lang Filme geschaut und nebenbei gestrickt btw. erste Stulpe ist fertig und nun fehlt Wolle...
Heute morgen so um 11 kurz nach dem Aufstehen hab ich mit "Lars and the real girl" (oder so ähnlich - torrent Titel sind immer ein ganz wenig anders, als die echten und ich hab ihn nicht selbst gesucht und runtergeladen) angefangen. Der Film ist ganz süß über so einen echt seltsamen Typen der sich eine (Sex)Puppe kauft und sie wie seine Freundin behandelt, also wie eine echte, lebende Person. Klingt seltsam? Ratet mal wie sein Bruder und dessen Frau sowie die ganze Stadt, in der er lebt reagiert hat! Haha! Genau! Die fanden das erst recht fragwürdig! - okay genug davon erzählt. War also ganz nett.
Danach hab ich mich dann ins Bad gequält und versucht so was ähnliches wie eine Dusche in der Badewanne zu vollführen, im Sitzen und ohne meinen Gips oder die Umgebung völlig nass zu machen. Letztere hat gelitten, aber der Gips war trocken! SIEG!
Im Anschluss daran hab ich dann den Film "Limitless" gesehen mit Bradley Cooper, dem Typen aus "Hangover". Der war mal ein Kontrast... Im Gegensatz zum ersten Film war dieser sehr durchgestylt und mit viel Tempo. Es geht um einen Schriftsteller, der zu Beginn einen tiefen Durchhänger hat. Er trifft dann auf seinen ehemaligen Schwager, der Dealer war, und ihm eine neue Droge andreht, die bewirkt, dass das vollständige Gehirn aktiviert wird und man auf alle Erinnerungen und Erlebnisse zurückgreifen kann und sich an alles erinnert und eben gesteigerte Reaktionen hat und so. Das Zeug hat natürlich auch seine Nachteile blablabla...
Der nächste Schritt in meinem Filmmarathon war "Horton hears a who". Knuffig das Teil! Der Elefant ist knuffig, die Whos sind knuffig, alles ist knuffig!
Abgeschlossen hat den Langstreckenlauf das der gute, alte "Fight Club". Und wenn irgendjemand den Film nur für Brad Pitt schaut, sollte diese Person ordentlich geschlagen werden! Edward Norton ist doch mal der Knaller! Und er sieht imo viel besser aus! Ich war allgemein auch sehr überrascht von dem Film. Das Ende hab ich nur leicht erwartet und er hatte irgendwo auch Tiefgang. Gut gemacht David Fincher (dem wir auch das unvergessene Zodic [mit dem Typen dessen Namen einer Krankheit gleichkommt], Der seltsame Fall des Benjamin Button [mit der supertollen Cate Blanchett - ja Brad ist nicht so mein Typ...] und auch The social network zu verdanken haben!)!
Nun entspann ich mich ein wenig, versuche mich doch etwas zu bewegen und hoffe dieser Beitrag erfreut sich etwas Interesse ;)
Salut!
Der belgische, geheingeschränkte, etwas gelangweilte, beinahe ohne Wolle für Weihnachtsgeschenkprojekte seiende Auslandswolf! WUHUUUUUU! [dieser Aussproch soll einem Wolfsgeheul nachgestellt sein - stellt es euch einfach vor, okay?]
bye, bye!
diewoelfe am 08. Dezember 11
Die Woche, in der ich auf einem Berg lebte.
So meine Lieben. Jetzt kommt ein etwas längerer Bericht über mein Seminar auf dem Ith. Das war übrigens vom 23. bis zum 27. Oktober. Ende Januar kommt dann der Bericht zum zweiten Seminar. Oder auch erst im März ;P
Sonntag um 22 Uhr: Koffer packen. Wie ihr sehen könnt, hatte ich mal so garkeine Lust auf das superwichtige Einführungsseminar. Gerade weil ich niemanden kannte, der mit mir dorthinfährt. Carina war nämlich schon im September dort. Man kann ja nie wissen, was für Vögel kommen werden.
Und da lag ich garnicht so falsch.
Montag: Nachdem ich irgendwann zwischen sieben Uhr und Frühstück fluchend aus meinem Bett krabbelte, schmiss ich die restlichen Sachen in meinen Koffer und...verpasste erstmal meinen Bus. Nachdem ich dann dank meiner Mutter irgendwann doch in meinem Zug saß und gefühlte 1000 mal auf die Anzeige schaute, ob ich auch wirklich richtig bin, fuhr mich der Intercity in Richtung Ungewissheit. Bei so gut wie jeder Person mit einem Koffer und dem verschüchterten "Oh mein Gott, ich muss ganz alleine eine Woche zwischen Leuten leben, die ich nicht kenne" Blick, hoffte ich, dass ich einen Leidensgenossen gefunden habe. Nachdem wir 5 Minuten Verspätung hatten ( Ich hasse Fahrradfahrer. Die können nichtmal SCHNELL in einen Zug einsteigen -_- ) sprintete ich zu meiner Regionalbahn und landete an einem "Bahnhof" mitten im Nirgendwo. Glücklicherweise sah ich schon den Fahrer, der mich abholen sollte, als mir plötzlich jemand auf die Schulter klopfte. Es handelte sich um ein Mädchen in meinem Alter. "Musst du auch zu dem Seminar?" Ich war so glücklich, dass ich sie fast umarmt hätte. Ihr Name war Sonja. Sonja ist auch der Name unserer Servicekraft, mit der ich mich nicht sonderlich gut verstehe. Da hätte mir eigentlich schon alles klar sein sollen, aber ich war viel zu glücklich, um dies zu bemerken. Zwei Sekunden später stieß noch ein Mädchen, Julia, zu uns und wir fanden heraus, dass wir alle in der MHH arbeiten! Logischerweise teilten wir uns ein Zimmer und schauten uns dann die Schule mal genauer an. Ich kann leider nicht alles erzählen, das würde viel zu lange dauern, aber es reicht, wenn ich sage, dass wir eine Sauna, Fitnessraum, Bibliothek, Wii-/Playstationraum, Turnhalle, Filmeraum und vieles mehr hatten! Sogar das Essen war gut!
Nach dem Mittag lernten wir unseren Seminarleiter kennen. Eberhardt. Ein ehemaliger Deutsch- und Erdkundelehrer in schwarzen Lederhosen. Erst später viel mir auf, wie viel Ähnlichkeit er mit Black Betty hat. Nicht optisch, sondern generell...
Jedenfall lernten wir auch die anderen Bufdis kennen und bis auf zwei waren wir alle von der MHH!
Und wir waren eine echt coole Gruppe. Drei andere waren auch in der Pflege und ich kannte sie sogar schon von den Pflegebufditreffen.
Julia und ich gingen nach dem Abendessen auf unser Zimmer. Wir waren uns echt ähnlich: wir wollten unsere Ruhe und die Woche so schnell wir möglich hinter uns bringen. Kurze Zeit später stürzte unsere Sonja mit Martin, Alex und einer Wodkaflasche ( An dieser Stelle sollte ich vielleicht sagen, dass Alkohol und gemischte Zimmer erlaubt waren. Himmel, die haben uns sogar Bier angeboten! ) ins Zimmer. So dürften wir beiden uns den ganzen Abend zwei Lebensgeschichten anhören. Über Martin kann ich garnichts sagen, ich hab das Gefühl der hat die ganze Woche kein Wort gesagt O.o Liegt aber vllt auch daran, dass er nie so wirklich nüchtern war. Und dann war da Alex xD Alex wollte mal Rapper werden und arbeitet jetzt im Altenheim. Sonja hat einen beschissenen Musikgeschmack und geht gerne in die Glocksee. Das sagt eigentlich schon alles ;P
So um 23 Uhr bemerkten die drei meinen vielleicht etwas zu aggressiven Blick und taumelten endlich aus dem Zimmer. Dass das erst der Anfang war, wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Dienstag: Ich war schon sehr früh wach und da Sonja und Julia noch schliefen, machte ich mich im Dunkeln fertig und versuchte so leise wie möglich zu sein. Plötzlich stand Sonja auf und knallte auf dem Weg zum Klo erstmal die Tür hinter sich zu. Als sie wieder kam machte sie auch noch das große Zimmerlicht an ( Jeder von uns hatte an seinem Bett ein kleines Licht ) und fing an zu labern. Da versucht man so umsichtig wie möglich zu sein und was macht sie????? Die Situation änderte sich im Laufe der Woche auch nicht groß...Julia stand dann jedenfalls angepisst auf. Nach dem Frühstück wollten wir uns unten im Dorf ein ehemaliges Arbeitslager ansehen. Eberhardt und der Hausmeister fuhren uns mit Bussen nach unten. Leider waren Julia und ich etwas zu langsam und es war nur noch ein anderes Auto frei. Na, ratet mal? Richtig: Alex'
Nach 10 Minuten in der Hölle ( fahrt ihr mal in einem tiefergelegten Golf mit 100 km/h und HipHop-Musik einen Berg runter ) und 2 Stunden im Wald ließen wir uns auf dem Rückweg vom Hausmeister abholen. Da warten wir lieber 20 Minuten länger, als nochmal fast getötet zu werden!
Oben angekommen sollte jeder von uns erzählen, warum er den BFD macht und was er später gerne beruflich machen möchte. Und bei verdammt nochmal JEDEM hatte Eberhardt etwas auszusetzen! Es war unglaublich, ihm fiel immer irgendwas negatives ein! Interessanterweiser sagte er zu mir, dass man mir eine gewisse Alphatierrolle ansieht. Und machte es im nächsten Moment schlecht -_- Zusammengerechnet erzählten in fünf Stunden wir eine Stunde über uns und Eberhardt vier Stunden über sich. So ging das die ganze Woche. Der Rest des Tages ist nicht wirklich erwähnenswert. Obwohl, 23 Uhr lagen Julia und ich im Bett ( sie erzählte mir interessante Dinge über unsere Lena M.-L., denn sie war ein Jahrgang unter ihr ) und wollten schlafen. Hätte auch fast geklappt. Doch dann kam Sonja ins Zimmer. Wenigsten war sie alleine.
Mittwoch: Morgens war ein Beauftragter vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben da und erklärte uns erstmal unseren Vertrag. Zwei Monate, nachdem wir angefangen haben. Wenn es ums Geld geht sind Bundesämter blitzschnell, aber organisieren können die ja mal garnichts. Peinlich.
Mittags ging es mir jedenfalls schon nicht mehr so gut. Keine Ahnung was an dem Tag los war, aber mir war den ganzen Nachmittag und Abend extrem schlecht und mein Kreislauf spielte auch nicht so mit. Ich holte mir von Charlie ( Unserer Diva. Sie ist Musikaldarstellerin und naja, mehr muss ich wohl nicht sagen xD ) eine Schmerztablette und schlief die ganze Zeit. Sonja war irgendwo Martin anbändeln und Julia ist zum Geburtstag eines Freundes gefahren. Ich schlief den restlichen Tag und wachte nur mal kurz auf, als es plötzlich hell im Zimmer war... Naja, wenigstens muss man Sonja anrechnen, dass sie mir ein Brot mitgebracht hat. Da wollte ich sie nurnoch zu 99% töten.
Donnerstag: Heute hatte unser Koch Geburtstag. Wir schenkten ihm einen Kuchen uns sangen für ihn. Er weinte sogar. Die Zivis vor uns haben ihn wohl immer sehr schlecht behandelt, wie Eberhardt uns erzählte. Der Mittag ist eigentlich nicht nennenswert. Außer, dass ich Eberhardt fast getötet hätte ( Yannik sagte mir später, dass sogar er Angst vor mir bekommen hat ). Ihr glaubt doch nicht, dass die die Abreise geregelt bekommen haben? Um zwölf Uhr war die Veranstaltung beendet und zwei geschlagende Stunden später kam erst unsere Regionalbahn! Aber wir dürfen ja nicht zehn vor zwölf gehen, um noch den Zug früher zu schaffen. Nach einer sehr hitzigen Diskussion zwischen Eberhardt und mir gab ich mich angepisst geschlagen. Wie heißt es so schön? Der Klügere gibt nach. Nachmittags mussten wir uns dann noch Eberhardts Lieblingsfilm reinziehen: Into the Wild ( mit "Ähhhhhhh...?" Japp, Kristen Stewart )
Abends saßen wir noch in großer Runde zusammen und spielten Tabu. Es war so witzig! Daniel sollte damals "Blutsbruderrschaft" erklären. Ich sollte noch dazu sagen, dass Daniel schwul ist. Das machte die ganze Situation gleich noch witziger. Bei seiner Erklärung spielte er auf "Schuh des Manitu" an: "Also da sind zwei Männer, die sind alleine im Zelt und..." Weiter kam er dann auch nichtmehr. Irgendwo zwischen Lachen und Weinen versuchte noch einer "Brokeback Mountain?" zu sagen.
Als wir irgendwann alle einen im Tee hatten, kamen wir auf die Idee Tabu pantomimisch zu spielen. Einige von euch kennen die Geschichte. Leider ist es witziger, wenn ich es Kevin nachmache. Jedenfalls zeigte er erst auf seine Genitialien und pickste sich dann in Arm. Die Antwort? Eierstich.
So um zwei uhr nachts gingen wir dann alle ins Bett. Sonja war übrigens noch nicht da. Die guckte sich mit Martin einen Film an.
Und so schmiedeten Julia und ich einen Plan...
Freitag punkt sechs Uhr morgens: Julia stellte sich einen Wecker, um das ganze Specktakel zu beobachten. Kurzum: Ich ging Türe schlagend aufs Klo, machte die große Beleuchtung und laberte Julia mit irgendeinem unwichtigen Mist zu. Wir machten uns beide fertig und schmissen Sonja aus dem Bett ( laut Julia kam sie erst vier Uhr nachts wieder ). Während wir unseren Koffer packten saß sie auf dem Boden. Netterweise stellte ich den Mülleimer an ihre Seite. Julia und ich gingen dann mit den Worten "in einer viertel Stunde müssen die Zimmer geräumt sein" zum Frühstück. Rache kann so süß sein.
Eberhardt spielte noch ein nettes erlebnispädagoisches Spiel mit uns ( The Tower of Power ) und nach dem Mittag gingen wir dann alle unsere Wege. Mit der Einsicht, dass Julia und ich nächstes mal alleine in einem Zimmer sind und alle, die mit dem Auto kommen einen Schlitten mitnehmen müssen. Das kann ein lustiges zweites Seminar werden.
Der Alphawolf
diewoelfe am 07. Dezember 11
Gute Nachricht und noch so lalala
Hallöchen Rudel!
Hier der belgische Auslandswolf! Ich wollte dem Rudel eine, naja eigentlich sogar zwei, gute Nachrichten übermitteln: Ich muss nicht operiert werden und im Krankenhaus hocken, dafür aber 6 Wochen mit Gips rumlaufen und ich werd etwas früher in die Rudelheimat zurückkehren. Zumindest ist schon sicher, dass Matthias mich abholen wird, nur halt noch nicht wann genau. Tut mir leid Janini, aber Laufen wird auch bis Weihnachten noch nicht echt drin sein. Eher krüppeliges Humpeln, da die Krücken nicht so echt mein Fall sind... An die, die zuhause sind um Weihnachten: Bitte habt mich auch lieb, wenn ihr kein Geschenk bekommt, aber Weihnachtsshopping auf Krücken? Sorry, selbst das Humpeln/Hüpfen gestern zur Aufnahme in Krankenhaus, dann zum Arzt, dann zum erneuten Röntgen und danach zurück zum Arzt und schließlich wieder zurück zum Van war so erschöpfend, dass ich gestern Abend ab zehn Uhr abends in mein Bettchen wollte. NICHT LUSTIG! Aber ich werd langsam besser mit den Teilen und auch mit dem Gips. Ich hab ja nichts weiteres, nur ein gebrochener Knochen plus fetter Bluterguss, aber EGAL! Wird scho. Ich hab mir trotzdem einiges vorgenommen für die 6 Wochen wenigen Arbeitens und zumeist zuhause hockens: Stricken, Lesen, Filme sehen, Weihnachtskarten malen, Fimobroschen und Fimomagneten machen für den Weihnachtsmarkt nächste Woche in Rizsas, wenig essen (was echt leicht ist, wenn es immer ewig dauert, bis man in der Küche ist, oder das stehen auf einem Bein zu auslaugend für kochen oder ähnliches und dann ist da auch noch das Problem mit dem Transportieren von Gegenständen...) und ich will auch noch etwas mehr Niederländisch üben mit meinen Büchern. Klingt nach viel? Find ich auch! Hoffentlich mach ich alles auch ein wenig. Stricken und Filme gucken hab ich bereits fleißig getan. Für alle, die noch nicht „How to train your dragon“ gesehen haben: SCHAUT IHN EUCH AN! So was knuffiges... Ebenso toll ist „Midnight in Paris“ wirklich empfehlenswert, auch wenn Carla Bruni mitspielt. Man kann sie sehr gut ignorieren :) [ an alle, die nicht wissen wer Carla Bruni ist: Die Tusse, die mit Sarkozy verheiratet ist = First Lady von Frankreich! - BILDUNGSLÜCKE!!!!] So nun geht’s für mich weiter mit stricken und Filme schauen. Wenn ich mal Internet habe, werd ich das auf den Blog stellen, also weiß ich noch nicht echt wann das online ist, aber ihr werdet es ja dann sehen ;)
Kommentiert oder lasst es, mir egal, aber hier habt ihr was zum lesen, also: TADA!